Zahn

Warum wirken manche Zirkonkronen flach und andere natürlich?

Ob eine Krone wie ein Zahn oder wie eine Kachel wirkt, entscheidet die Lichtdurchlässigkeit — und der Stumpf darunter verändert das Ergebnis erheblich.

Die eine Eigenschaft, die über den natürlichen Eindruck entscheidet

Entscheidend ist die Lichtdurchlässigkeit: wie viel Licht durch die Krone hindurchgeht, statt an ihrer Oberfläche zurückgeworfen zu werden. Natürlicher Schmelz leitet einen erheblichen Anteil des auftreffenden Lichts weiter, weshalb echte Zähne an der Schneidekante leicht aufleuchten und in Zahnhalsnähe dichter wirken. Frühes opakes Zirkon blockierte fast dieses gesamte Licht und wirkte wie eine flache weiße Kachel. Moderne Multilayer-Blöcke werden mit abgestufter Transluzenz gefertigt: durchscheinender im Schneidekantendrittel, gesättigter am Zahnhals — also so, wie ein echter Zahn aufgebaut ist.

Festigkeit und Transluzenz ziehen in entgegengesetzte Richtungen

Zirkon wird in verschiedenen Güten angeboten, und der Zielkonflikt dazwischen ist real und kein Marketing. Hochfestes Material ist in der Biegefestigkeit deutlich stärker, aber spürbar opak; hochtransluzentes Material sieht erheblich besser aus und gibt einen Teil dieser Festigkeit ab. Die ehrliche Antwort lautet, je nach Position unterschiedliche Güten einzusetzen: transluzentes Zirkon an den Frontzähnen, wo Licht zählt, festeres Zirkon an den Molaren, wo die Kaukraft zählt. Ein Labor, das den ganzen Mund aus einem Block fräst, hat Bequemlichkeit über Ihr Ergebnis gestellt.

Warum der Zahn darunter trotzdem durchscheint

Eine transluzente Krone leitet Licht in beide Richtungen, deshalb grauen ein dunkler Stumpf, ein alter Metallstift oder eine durch Wurzelbehandlung verfärbte Wurzel die Krone von unten ein. Das ist der häufigste Grund, warum eine technisch einwandfrei gefertigte Krone auf Fotos dennoch falsch aussieht. Die Entscheidung muss vor dem Fräsen fallen: ein opakerer Kern mit geschichteter Keramik auf der Sichtfläche oder ein opaker Befestigungszement. Wir fotografieren den präparierten Stumpf und schicken diese Farbe mit dem Abdruck ins Labor, denn erraten kann die Technikerin sie nicht.

Was es kostet — und wann wir davon abraten

Monolithisches Zirkon kostet bei uns 180 € pro Zahn, für einen Molaren wie für einen Frontzahn derselbe Betrag, und für die transluzente Güte berechnen wir keinen Aufpreis. Was wir nicht tun: einen intakten Zahn allein zur Farbkorrektur überkronen, denn der für eine Krone abgetragene Schmelz kommt nie zurück. Ist der Zahn gesund und stört nur die Farbe, empfehlen wir ein Bleaching für 180 € oder Composite-Bonding — auch wenn wir daran weniger verdienen.

Swedish Clinic
Swedish Clinic IstanbulVon unserem Klinikteam geprüft
Behandlungsseite Monolithisches Zirkon Preise, Vorher-Nachher-Bilder und Leistungen des Pakets ansehen. Ab €180
Häufig gestellte Fragen

Warum wirken manche Zirkonkronen flach und andere natürlich?

Leicht, ja. Ein Kamerablitz ist hartes, direktes Licht, das die Transluzenz verflacht und die Helligkeit übertreibt; ein zu weißer Farbton, der im Spiegel akzeptabel wirkte, kann auf einem Blitzfoto künstlich aussehen. Wir prüfen die freigegebene Farbe vor dem Zementieren bei Tageslicht und mit Blitz.

Nicht nennenswert. Oberflächenmalfarben und Glasur können den Farbton geringfügig anpassen, doch die Transluzenz ist eine Eigenschaft des gefrästen Blocks. Stimmt sie nicht, wird die Krone neu angefertigt — deshalb ist der Einprobetermin vor dem Zementieren wichtiger als jeder andere Schritt.

Aus unserer Bibliothek

Ähnliche Behandlungen