Ein Veneer hält, weil es auf Schmelz geklebt ist; die Bindung zum Dentin ist schwächer und altert — genau das entscheidet zwischen Veneer und Krone.
Ein Veneer hält wegen dessen, worauf es geklebt wird, nicht wegen dessen, woraus es besteht: Ein Laminatveneer ist eine Keramikschale von deutlich unter einem Millimeter Stärke und für sich genommen so zerbrechlich, dass sie zwischen den Fingern bricht. Stark wird sie erst, wenn sie mit dem Zahn verklebt ist und beide sich wie eine einzige Struktur verhalten. Dieser Verbund ist auf geätztem Schmelz chemisch verlässlich und auf Dentin messbar weniger verlässlich, denn Dentin ist feucht, tubulär und organisch, und seine Klebefläche verschlechtert sich mit der Zeit, statt konstant zu bleiben. Der Untergrund zählt mehr als die Keramikmarke.
Am oberen Frontzahn ist der Schmelz an der Schneidekante am dicksten und wird zum Zahnhals hin sehr dünn, wo er sich wenigen Zehntelmillimetern nähern kann. Eine Präparation von einem halben Millimeter an der falschen Stelle dünnt den Schmelz deshalb nicht aus, sie entfernt ihn vollständig und legt genau an dem Rand Dentin frei, der abdichten muss. Deshalb haben bereits abgenutzte, früher präparierte oder durch Reflux beziehungsweise saure Ernährung erodierte Zähne häufig keinen Schmelz mehr, an den geklebt werden könnte.
Zähne mit großen alten Füllungen, wurzelbehandelte Zähne, starke Knirscher, die dünne Keramik frakturieren, und dunkle Tetrazyklinverfärbungen, die eine transluzente Schale nicht überdecken kann: In diesen Fällen ist ein Veneer die falsche Versorgung, und wir sagen das auch. Die Alternative ist eine monolithische Zirkonkrone für 180 €, die nicht auf einen Schmelzverbund angewiesen ist, oder bei leichtem Engstand das Bewegen der Zähne mit Kieferorthopädie ab 1.400 €, statt sie zu überdecken.
Tiefenmarkierungsrillen werden mit einem kalibrierten Bohrer gesetzt, damit der Abtrag gemessen und nicht geschätzt wird, der Rand bleibt auf Schmelz, und in additiven Fällen wird der Zahn kaum berührt. Veneers kosten bei uns 200 € pro Zahn, und die Beurteilung, ob Sie überhaupt geeignet sind, kostet nichts: Schicken Sie Fotos und aktuelle Röntgenbilder per WhatsApp an +905402555055, und wir sagen Ihnen ehrlich, ob der Schmelz das trägt.
Das wird anhand der klinischen Untersuchung und von Röntgenbildern beurteilt, nicht allein anhand von Fotos. Starke Abnutzung an den Schneidekanten, eine über Jahre stetig zunehmende Vergilbung und Kälteempfindlichkeit an vielen Zähnen gleichzeitig sprechen für Schmelzverlust und verschieben die Planung in Richtung Kronen.
Eine kleine, intakte Kompositfüllung kann eingeschlossen werden, sofern die Ränder des Veneers noch auf Zahnschmelz liegen. Sobald eine Füllung einen großen Teil der Klebefläche einnimmt, wird das Veneer überwiegend auf Kunststoff und Dentin geklebt, und ab diesem Punkt ist eine Krone die ehrlichere Empfehlung.