Kohle, Aufhellpasten und LED-Gadgets ändern die Dentinfarbe nicht. Peroxid schon — unter Aufsicht.
Schmelz ist transluzent; die Farbe, die Sie sehen, stammt überwiegend vom darunterliegenden Dentin. Oberflächliche Verfärbungen durch Kaffee und Tabak sitzen auf dem Schmelz und lassen sich wegpolieren. Echtes Bleaching heißt, den Dentinton zu verändern — und das leistet nur Peroxidchemie.
Kohle- und 'Whitening'-Pasten wirken durch Abrasion. Sie entfernen Oberflächenverfärbungen und bei täglichem Gebrauch auch Schmelz — und dünnerer Schmelz lässt das gelbe Dentin stärker durchscheinen. Das Ergebnis ist ein Zahn, der nach einem Jahr Schrubben dunkler aussieht.
Das Praxisbleaching arbeitet mit höherer Konzentration bei abgedecktem Zahnfleisch und erreicht mehrere Stufen in 45 Minuten. Heimschienen wirken langsamer bei geringerer Konzentration und eignen sich zur Erhaltung. Beides ist unter Aufsicht sicher; unbeaufsichtigtes hochkonzentriertes Gel ist der Weg zu verätztem Zahnfleisch.
Tetrazyklinverfärbungen, einzelne dunkle wurzelbehandelte Zähne sowie vorhandene Kronen und Füllungen hellen nicht auf. Dafür braucht es Veneers, internes Bleaching oder Erneuerung — deshalb bleichen wir immer, bevor wir die Farbe neuer Restaurationen bestimmen.
Ein bis zwei Jahre, abhängig von Kaffee, Tee, Rotwein und Rauchen; eine Auffrischungssitzung verlängert es.