Ein halber Millimeter Haut über einem festen Band: hier zeigt sich zu viel Material oder zu oberflächliche Platzierung sofort und bleibt sichtbar.
Die Rinne ist kein Schatten, den man beliebig auffüllen kann. Ein Band verankert die Haut entlang des unteren Orbitarands am Knochen, und darüber liegt Orbitafett, das sich mit dem Alter nach vorn schiebt. Die Haut über all dem ist etwa einen halben Millimeter dick — die dünnste des Körpers. Alles Schwierige an dieser Behandlung folgt aus diesen drei Tatsachen: eine feste Verankerung, eine bewegliche Vorwölbung darüber und keine Hautdicke, die Material verbergen könnte.
Wer mit geschwollenen Lidern aufwacht, die sich im Lauf des Tages bessern, lagert Flüssigkeit ein — und Hyaluronsäure, die Wasser bindet, verschlechtert das über Monate. Liegt statt einer Vertiefung ein Fettvorfall vor, verwischt Filler den Übergang, doch der Tränensack bleibt; das ist ein Fall für eine Unterlidstraffung ab 1.800 €. Schilddrüsenerkrankungen, allergische Schatten und sehr erschlaffte Unterlidhaut gehören in dieselbe Kategorie. Diese Absage ist keine Vorsicht, sondern Diagnose.
Zu oberflächlich unter dünner Haut platzierte Hyaluronsäure streut Licht und zeigt sich als bläulich-graue Linie — der Tyndall-Effekt, den kein Concealer verdeckt. Das Material muss tief liegen, direkt auf dem Knochen, in kleinen Mengen: 0,3–0,5 ml pro Seite sind meist die gesamte Behandlung. Zu viel Volumen wirkt hier nicht jugendlich, sondern verquollen. Geht es doch schief, löst Hyaluronidase es auf — genau deshalb verwenden wir in dieser Region kein anderes Material.
Unter dem Auge hält Filler länger als fast überall sonst: zwölf bis achtzehn Monate sind typisch, manchmal deutlich mehr, weil sich die Region kaum bewegt. Eine Sitzung kostet ab 250 € pro Spritze; die kleinen Volumina in dieser Region kommen fast immer mit einer einzigen Spritze aus, der genaue Betrag hängt vom Produkt ab und wird in der Sprechstunde festgelegt. Rechnen Sie mit leichter Schwellung und möglichen blauen Flecken über fünf bis sieben Tage, und beurteilen Sie das Ergebnis nicht vor zwei Wochen. Wir kontrollieren an Tag vierzehn und ergänzen bei Bedarf wenig, statt am ersten Tag auf die Endform aufzufüllen.
Meist nicht. Die Region unter dem Auge verträgt nur sehr kleine, präzise Mengen, und das Überleben des Fetts ist hier unvorhersehbar — Knötchen sind schwer zu korrigieren, weil Fett sich nicht auflösen lässt. Bei der Umkehrbarkeit gewinnt der Filler.
Nur den Anteil, der durch den Schatten der Vertiefung entsteht. Pigmentierung und durch dünne Haut sichtbare Blutgefäße bleiben und brauchen eine andere Behandlung. Eine Klinik, die verspricht, dunkle Augenringe mit Filler auszulöschen, verspricht zu viel.