Ästhetik

Ohren stehen wieder ab: Rezidiv nach Ohrenkorrektur

Ein Rezidiv hat fast immer eine von drei Ursachen: nur Fäden bei steifem Knorpel, zu früh abgelegtes Stirnband oder unkorrigiertes oberes Drittel.

Nur Nähte oder den Knorpel ritzen

Fäden halten eine Falte, sie ändern aber nicht, was der Knorpel tun will. Reine Nahttechniken sind elegant und lassen den Knorpel unversehrt, doch bei dickem, federndem Knorpel — bei erwachsenen Männern häufig — zieht das Gewebe so lange an den Knoten, bis einer nachgibt. Wird die Vorderfläche des Knorpels mit feinen Ritzungen geschwächt, biegt er sich, ohne zurückzuarbeiten, und die Nähte müssen nur noch eine Form halten, die der Knorpel akzeptiert. Welcher Weg passt, entscheidet das Tasten des Knorpels, nicht die Vorliebe.

Das obere Drittel, wo ein Rezidiv zuerst sichtbar wird

Sehen Sie sich Fotos misslungener Ohrenkorrekturen an: Fast immer ist der obere Ohranteil derjenige, der sich verschoben hat. Der obere Pol hat den steifsten Knorpel und den kürzesten Hebel, trägt also die größte Last und verzeiht am wenigsten. Es ist zugleich der Bereich, den Chirurgen unterkorrigieren, weil ein zu flach angelegtes oberes Ohr auf dem Tisch unnatürlich wirkt. Dieses Drittel richtig zu machen entscheidet zwischen einem Ergebnis, das Jahrzehnte hält, und einem, das im zweiten Jahr still aufgeht.

Das Telefonohr und andere Überkorrekturen

Das Rezidiv ist nicht die einzige Fehlerform. Wird die Ohrmitte zu flach gezogen, stehen der obere Anteil und das Läppchen weiter ab — die Form, die Chirurgen Telefonohr nennen. Wird das ganze Ohr zu straff angelegt, verschwindet es am Schädel und wirkt offensichtlich operiert. Eine scharfe, kantige Anthelixfalte verrät den Eingriff ebenfalls: Die natürliche Falte ist eine weiche Rundung, keine Kante. Unser Ziel ist ein Ohr, das nicht auffällt, und das ist schwieriger zu treffen als ein Ohr, das korrigiert aussieht.

Wenn Ihre Ohren bereits zurückgefedert sind

Eine Revisionsotoplastik ist schwieriger als die Erstoperation, und wir übereilen sie nicht. Narbengewebe hinter dem Ohr verzieht die Schichten, der Hautmantel wurde bereits einmal verkleinert, und der Knorpel kann in teilweise gefalteter Position verheilt sein. Wir warten mindestens sechs Monate, sehen den OP-Bericht durch, falls es einen gibt, und fotografieren Sie, bevor wir entscheiden, ob das Problem ein Rezidiv, eine Unterkorrektur oder eine unrealistische Erwartung ist. Manchmal lautet die ehrliche Antwort, dass das Ohr akzeptabel ist und eine zweite Operation vor allem Risiko hinzufügt.

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Häufig gestellte Fragen

Ohren stehen wieder ab: Rezidiv nach Ohrenkorrektur

Die Falte ist mechanisch stabil, sobald sich Narbengewebe um die Nähte gebildet hat, grob nach sechs Wochen, und die Form ist nach sechs Monaten endgültig. Ein Rezidiv nach dem ersten Jahr ist selten und weist meist auf ein Technikproblem hin, nicht auf die Heilung.

Meist ja, aber nicht vor sechs Monaten und nicht, ohne verstanden zu haben, warum das erste Ergebnis gescheitert ist. Wir fotografieren, messen und beurteilen den Knorpel, bevor wir einer Revision zustimmen — und manchmal raten wir davon ab.

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