Eine Lücke zu lassen ist auch eine Entscheidung — sie kostet Knochen, Bissstabilität und oft zwei weitere Zähne.
Der Knochen, der die Wurzel hielt, baut sich ab, weil ihn nichts mehr stimuliert. Der Gegenzahn wächst in die Lücke, die Nachbarn kippen. Zehn Jahre später hat sich der Biss verändert, Speisereste sammeln sich zwischen gekippten Zähnen, und aus einem Fall für ein Implantat werden drei Restaurationseinheiten.
Eine dreigliedrige Brücke ist zunächst schneller und günstiger, verlangt aber, zwei gesunde Nachbarzähne zu Stümpfen zu beschleifen. Diese tragen dann doppelte Last und benötigen häufiger später eine Wurzelbehandlung. Sind die Nachbarn ohnehin überkront, ist sie richtig — sind sie intakt, falsch.
Ein Implantat belastet den Knochen direkt, erhält ihn und lässt die Nachbarzähne unberührt. Die Insertion dauert unter einer Stunde, die Gesamtkosten mit Zirkonkrone liegen hier bei rund 480 €.
Ein fehlender Weisheitszahn oder ein unterer zweiter Molar ohne Gegenzahn muss nicht zwingend ersetzt werden. Das ist eine klinische Entscheidung anhand Ihres Röntgenbildes — keine Regel, die man auf einen Frontzahn überträgt.
In der Regel nicht, aber der Knochen kann sich zurückgebildet haben. Eine CT-Aufnahme zeigt uns, ob zusätzlich zum Implantat ein Knochenaufbau nötig ist.