Periimplantitis ist die Hauptursache für Implantatverluste ab dem dritten Jahr — sie beginnt in unbehandeltem Zahnfleisch.
Periimplantitis ist eine bakterielle Entzündung um ein Implantat, die den tragenden Knochen zerstört. Anders als ein natürlicher Zahn hat ein Implantat kein Desmodont und keinen warnenden Frühschmerz — wenn es sich locker anfühlt, ist der Knochen bereits weg.
Die Bakterien, die um Zähne herum eine Parodontitis verursachen, sind dieselben, die Implantatoberflächen besiedeln. Ein Implantat in einen infizierten Mund zu setzen heißt, es genau in die Bakterien zu setzen, die es später verlieren lassen.
Tiefenreinigung unterhalb des Zahnfleischrands, Laserdekontamination der Taschen und eine erneute Messung nach vier bis sechs Wochen. Erst wenn die Taschentiefen stabil sind, setzen wir Implantate. Das kostet einen Termin und bringt Jahre an Implantatüberleben.
Professionelle Reinigung alle sechs Monate, Interdentalbürsten statt Zahnseide um Implantate herum und sofortige Meldung von Blutungen. Implantate bekommen keine Karies, gehen aber weit häufiger durch Entzündung verloren, als die meisten erwarten.
Ja, sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist. Genau deshalb steht die parodontale Phase an erster Stelle.