Keramik hält zehn bis fünfzehn Jahre und nimmt keine Farbe an; Composite ist günstiger, in einer Sitzung fertig, braucht aber jährliches Polieren.
Keramikveneers werden außerhalb des Mundes aus einem Keramikblock gefertigt und anschließend adhäsiv befestigt. Composite-Veneers bestehen aus Kunststoff und werden in einer einzigen Sitzung direkt am Zahn geformt und ausgehärtet. Der entscheidende Unterschied ist struktureller Natur: Keramik ist ein Glas, ihre Oberfläche ist also tatsächlich porenfrei, während Composite eine Kunststoffmatrix mit eingelagerten Füllkörpern ist — und diese Matrix nimmt Pigmente auf und verliert ihre polierte Oberfläche durch gewöhnliches Kauen und Putzen.
Composite hält sein Aussehen in der Regel ein paar Jahre, bevor Kaffee, Tee, Rotwein und Tabak es stumpf werden lassen, zuerst an den Rändern und dann über die ganze Fläche. Politur stellt vieles davon wieder her, und realistisch braucht es diesen Termin einmal im Jahr. Keramik nimmt überhaupt kein Pigment auf; was sich rund um Keramik verfärbt, ist der natürliche Nachbarzahn und bei rauem Rand die Zementfuge. Dieser Unterschied im Aufwand ist der praktische Grund, warum wir Auslandspatienten zu Keramik raten.
Composite hat einen echten Vorteil: Eine abgeplatzte Ecke wird am Stuhl in zwanzig Minuten wieder aufgebaut, und in additiven Fällen wurde wenig oder gar keine Zahnsubstanz entfernt, die Entscheidung bleibt also weitgehend umkehrbar. Keramik lässt sich nicht flicken; ein frakturiertes Veneer wird neu angefertigt, was für internationale Patientinnen und Patienten eine weitere Reise bedeutet. Beide Argumente sind real und weisen in entgegengesetzte Richtungen, je nachdem, ob Sie um die Ecke oder in einem anderen Land wohnen.
Keramische Laminatveneers kosten 200 € pro Zahn und werden in einem einzigen Aufenthalt von fünf bis sieben Tagen fertiggestellt, Mock-up und Einprobe eingeschlossen. Composite empfehlen wir vor allem jüngeren Patientinnen und Patienten, deren Zähne sich noch verändern, zum Schließen einer einzelnen kleinen Lücke und als unverbindlichen Test einer neuen Form. Für ein komplettes Smile Design auf einer Auslandsreise ist Keramik die vernünftige Wahl — auch wenn das Composite-Angebot günstiger ausfiele.
Rechnen Sie eher mit Auffrischung als mit einer festen Lebensdauer: jährliche Politur, Reparatur abgeplatzter Kanten, sobald sie auftreten, und ein vollständiger Austausch nach etwa fünf Jahren. Keramik ist im selben Mund typischerweise nach zehn bis fünfzehn Jahren noch in Funktion.
Ja, und das ist eine gängige Abfolge. Das Komposit wird entfernt, der darunterliegende Zahnschmelz beurteilt, und wenn genug davon vorhanden ist, werden die Keramikveneers darauf geklebt. Ist der Schmelz zwischenzeitlich verloren gegangen, wechselt die Planung stattdessen zu Kronen.