Schienen lösen die meisten Engstände bei Erwachsenen, große Rotationen und verlagerte Eckzähne bleiben aber Sache der festen Spange. Entscheidend ist der Scan.
Unsichtbare Schienen decken die Mehrheit der Erwachsenenfälle ab: leichte bis mittlere Engstände, Lücken, Rückfall nach einer Spange in der Kindheit und kleine Bisskorrekturen. Feste Brackets erledigen weiterhin das, womit Schienen sich schwertun — große Rotationen runder Zähne wie Prämolaren, das Einordnen eines verlagerten Eckzahns, das körperliche Schließen von Extraktionslücken und die Kontrolle der vertikalen Dimension beim Tiefbiss. Entschieden wird nach Scan und Fotos, nicht nach Vorliebe, und wir sagen Ihnen, wenn die unsichtbare Variante das nicht leisten kann.
Eine Schiene bewegt Zähne nur, solange sie im Mund ist, und jeder Plan setzt zwanzig bis zweiundzwanzig Stunden am Tag voraus. Bei achtzehn Stunden gerät die Abfolge in Verzug, die Schienen sitzen an den Rändern nicht mehr vollständig, und der Fall fällt still hinter den Zeitplan zurück, bis neu gescannt und neu begonnen werden muss. Feste Brackets nehmen diese Variable komplett heraus, weil man sie nicht herausnehmen kann. Wer weiß, dass er nicht diszipliniert trägt, fährt mit Brackets am Ende günstiger.
Eine kieferorthopädische Behandlung beginnt bei 1.400 €, und Schiene und feste Spange liegen preislich näher beieinander, als die meisten erwarten, weil die Laborkosten einer kompletten Schienenserie die Behandlungszeit ausgleichen, die Brackets im Stuhl verbrauchen. Der eigentliche Unterschied für Patienten aus dem Ausland ist die Zahl der Termine: Ein Schienenfall läuft mit einem Scan, einer versandten Serie und Kontrollen aus der Ferne, während Brackets etwa alle vier bis sechs Wochen nachjustiert werden wollen.
Für jemanden, der nach Istanbul reist, sind Schienen meist der realistischere Plan: Unterlagen und Attachments in einem Termin, die Schienen werden Ihnen zugeschickt, zwischen den Stufen gibt es Videokontrollen, und für die Feinkorrektur kommen Sie noch einmal. Braucht Ihr Fall wirklich feste Apparaturen, sagen wir das und helfen Ihnen, die Kontrollen bei einer Kieferorthopädin zu Hause zu organisieren, statt monatliche Flüge als praktikabel auszugeben. Ein Behandlungsplan, der Ihre Geografie ignoriert, ist kein Plan.
Nein. Die Aligner-Behandlung ist um einen Befundtermin, eine Fernüberwachung und einen Feinkorrekturtermin herum aufgebaut. Festsitzende Apparaturen erfordern regelmäßige Anpassungen am Behandlungsstuhl, und wir sagen Ihnen das vor Ihrer Entscheidung und nicht danach.
Leichte bis mittelschwere Fälle ja, meist mit Gummizügen und aufgeklebten Attachments. Ein tiefer skelettaler Biss bei einem Erwachsenen kann festsitzende Apparaturen oder in manchen Fällen eine Kieferoperation erfordern — das ist eine ehrliche Grenze der Methode.