Vier Implantate können einen Kiefer tragen — Knochendichte, Kaukraft und Bruxismus entscheiden, ob sechs sicherer sind.
Zwei Implantate werden vorn senkrecht gesetzt, zwei hinten bis zu 45° geneigt. Die Neigung lässt die hinteren Implantate im dichten Knochen vor der Kieferhöhle verankern und verlängert so die Abstützung ohne Augmentation — genau darin liegt der Sinn der Methode.
Bei guter Knochenqualität, einem Gegenkiefer mit Prothese oder natürlichen Zähnen ohne starke Kaukraft und ohne Bruxismus verteilen vier Implantate die Last sicher — mit zwanzig Jahren publizierter Nachbeobachtung.
Patientinnen und Patienten mit Bruxismus, kräftigem natürlichem Gegenbiss oder weichem Knochen im DVT erhalten sechs Implantate. Die zusätzlichen zwei verkürzen den hinteren Freiendbereich — dort wird eine Brücke auf vier Implantaten am stärksten belastet.
All-on-4 beginnt bei 2.900 € pro Kiefer inklusive fester provisorischer Brücke. Sechs Implantate kosten rund 600–900 € pro Kiefer mehr. Allein nach dem Preis zu entscheiden, ist das falsche Kriterium — entscheiden Sie nach dem DVT.
Ja, nach der Einheilphase. In den ersten Wochen schützt weiche Kost die provisorische Brücke, während die Implantate einheilen.